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Begeben Sie sich mit uns auf einen Rundgang durch unser kleines Kirchlein!

Unsere St. Leonhard Kirche zu Köditz ist eine alte Wehrkirche, die 1641 neu aufgebaut und geweiht wurde. Sie gehört mit ihrer Balkendecke, der Renaissancekanzel und dem großem Knollschen Kruzifix neben der Johanniskirche in Joditz zu den bedeutsamsten Kulturdenkmälern im Landkreis Hof. Im Jahre 1978 wurde sie umfassend renoviert und nach alten Vorlagen neu gestaltet.

Gleich beim Eintritt in die Kirche nimmt der Altar den Blick gefangen. Der Altartisch ist um geben von einem großflächigen Podest, beide stehen nahezu in der Mitte der Kirche. Diese Stellung ermöglicht die Abendmahlsausteilung an die um den Altar versammelte Gemeinde.

Über dem Altar in der Brüstung der Chorempore befinden sich 7 Bilder vom Heilswerk Jesu Christi, von denen die 3 mittleren aus dem alten Hochaltar stammen (entstanden um 1690 in der Loheschule ).

Zwischen Altartisch und Altarbildern hängt an der linken Seitenwand die alte Predella des Hochaltars. Sie stammt vom ersten Altar nach dem Wiederaufbau von 1641. Sie enthält eine Abendmahlsdarstellung.

Auf dem Altartisch befindet sich das von Johann Beyer 1751 gestiftete Altarkreuz, gefertigt von Wolfgang Adam Knoll. Daneben stehen beim Abendmahl zu beiden Seiten die Abendmahlsgeräte, der kleinere Kelch und die Hostienschale; gestiftet 1697 von den Tatisborsky v. Sechzebus.

Rechst an der Ecke des Chorbogens steht die alte Kanzel, gestiftet 1641 von Casoar Conrad Joditzer, der damals auf dem heutigen Röttger`schen Gutshaus saß.
Die Kanzel ist mit den vier Evangelisten am Korb, sowie Paulus und Petrus am Geländer bemalt, der Maler ist unbekannt.

Direkt oberhalb der Kanzel am auslaufenden Chorbogen befindet sich eine Freske des "Christus triumphanes", des Herrn, der die Welt in seinen Händen hält und als Herr in seiner Gemeinde gegenwärtig ist.

Rechts daneben an der Chorbogenwand hängt ein großes Kruzifix, dessen Stifter auf einem Schild vermerkt sind: 
Pfarrer Georg Völckel und der Wirt und Meister Johann Steingruber mit der Jahreszahl 1698. Leider wurde das handgeschnitzte Holzkreuz 1950 entfernt. Das Kruxifix stammt von Johann Nikolaus Knoll

Tritt man ein paar Schritte in die Kirche, dann dominiert auf der Chorempore der eindrucksvolle Prospekt der Orgel, dessen Gehäuse noch von den Gebrüdern Heidenreich aus Hof von 1830 herstammt. Es ist das fünfte Orgelwerk seit dem Dreißigjährigen Krieg.

Direkt vor der Orgel, 1,80 m tief im Kirchenschiff schwebt der Taufengel, vermutlich von Wolfgang Knoll 1769 gefertigt, von den Gemeindegliedern finanziert, vor allem von der Familie Schaller aus Heroldsgrün. 
Er wird wie früher bei Taufen, vor allem von den Kindern bestaunt, herabgelassen.

Hier finden Sie einen ausführlichen Artikel darüber!

Besonders erfreuen die eindrucksvollen Renaissancemalereien am Bogen und im Chor das Auge des Beschauers. Verschiedene Bibelsprüche bezeugen die Freude am Wort Gottes und am Gotteshaus.
Die Wappen adeliger Stifter weisen auf verschiedene Wohltäter hin. Möge all das Menschen bewegen zur Freude am Wort.

Nicht mehr zu sehen ist die alte Falckenstein-Reitzenstein`sche Gruft, die zahlreiche Adelige aus diesen Familien beinhaltet. Früher war es Sitte, dass adelige und ehrwürdige Gemeindeglieder in der Kirche bestattet wurden. 24 Gemeindeglieder wurden von 1643 bis 1769 darin bestattet.

Besonders lohnend ist ein Gang in die Sakristei. Die gesamte Wölbung mit den beiden Seitenwänden ist mit dem ewigen Weltgericht bemalt.
Carl Erdmann v. Falckenstein ist der Stifter dieses eindrucksvollen Gemäldes, das zwischen 1691 und 1703 gemalt wurde.
"Wir müssen alle vor dem Richterstuhl Christe offenbar werden", mahnt uns der Motivspruch oberhalb des Bildes.

Damit wir uns darauf recht vorbereiten können, laden jeden Sonntag die Glocken zum Gottesdienst ein. Zwei von ihnen, 100 und 140 kg schwer, wurden am 10.11.1978 in Passau von Rudolf Perner gegossen, die mit 200 kg schwerste Glocke stammt aus dem Jahr 1779.
Die neuen Glocken wollen an die ersten Glocken nach dem 30-jährigen Krieg erinnern.
Deshalb trägt die eine von ihnen denselben Spruch, wie die alte Glocke von 1653:
"Herr Christ, dein Häuflein klein, zu deines Namens Ehr, mit Klingen ich beruf, so langs dein Will mag sein."
Mögen viele sich rufen lassen zum Dienst im Hause des Herrn und in dieser Welt.

Näheres zur Geschichte unseres Kirchleins finden Sie hier!