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Grußwort der Gemeinde: |
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Beim
Maibaum, bei Geburtstagen, zu feierlichen Gottesdiensten, Konfirmationen,
Jubelkonfirmationen, Jubiläen – immer ist unser Posaunenchor mit zur
Stelle. |
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Posaune,
Horn, Trompete – die Blasinstrumente sind sehr vielseitig einsetzbar.
Schon im Alten Israel diente das Schofarhorn (schofar = Trompete, Posaune)
als ein Signalinstrument, Im
Gottesdienst freilich ist ihr eigentlicher Einsatzort. Zum Lobe Gottes
erklingt ihr Instrument, weil es mit seinem eindringlichen Klang uns berührt
und dem Fest einen besonderen Glanz verleiht. So war es auch schon seit
alten Zeiten üblich – die Posaune ist seit dem alten Israel untrennbar
verbunden gewesen mit dem Lob Gottes,
Zu
privaten Anlässen überbringt unser Posaunenchor musikalische Segenswünsche.
In
Freud und Leid begleitet uns der Klang der Posaunen durch die Zeit. |
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Diese
Worte schreibt Pfr. Paul Obermeyer im November 1955 an den
Landeskirchenrat nach München. Nachdem es bereits in den letzten
Kriegsjahren eine Gruppe von Bläsern gegeben hatte, die sogar nach dem
Krieg einen Chor gründeten, der sich aber wieder verlief, begann das
ernsthafte Bestreben nach Gründung eines Chores im Jahr 1955. Zunächst
musste eine ausreichende Anzahl an Instrumenten besorgt werden. Einige
waren schon vorhanden, für einen Chor waren sie aber nicht ausreichend. Pfr. Obermeyer bittet die
Landeskirche und den Posaunenchorverband um finanzielle Unterstützung.
Ein Großteil der Gaben für die Anschaffung der Instrumente kam aber aus
der Gemeinde selbst. Nach erfolgreicher Sammlung
wurden Ende August 1956 Instrumente bei der Firma Riedle in Nürnberg
bestellt. Im Oktober stand dem Beginn des Probens nichts mehr im Wege: „Am
Kirchweihsonntag konnten im Gottesdienst die 10 Instrumente, die mit einem
Kostenaufwand von 2100,- DM angeschafft worden sind, den jungen Bläsern
übergeben werden.“ In der Pfarrchronik heißt es weiter: „Nun
geht das feste Üben an. Hoffentlich halten die Jungen treu und fein
durch.“ In diesen Worten steckt eine Befürchtung,
die sich im nächsten halben Jahr dann auch bewahrheitet hat. Bis zum
ersten offiziellen Auftritt im Frühjahr 1958 wandelte sich die
Zusammensetzung des Chores. Dennoch gibt es genügend engagierte Bläser.
„Am 28. April trat unser Posaunenchor mit 15 Bläsern unter der
Leitung von Bruder Franz anl. der Konfirmation zum 1. Mal vor die
Gemeinde. Dann wieder im Gottesdienst anl. des Jugendsonntags am 26. Mai.
Er gestaltete mit den Gemeindejugendabend, der von fast 280 Leuten besucht
war. Bei der Goldenen Konfirmation blies er vor dem Gottesdienst und im
Gottesdienst.“ Schon hier wird die in Köditz eigentümliche
Tradition des Blasens Im
Rückblick auf die Entstehung des Chores zeigt sich also ein einhalbjähriger
Gründungszeitraum von Herbst 1955 bis Frühjahr 1957. Wenn wir darin
einen Gründungszeitpunkt suchen, dann ist sicherlich die Übergabe der
Instrumente der geeignete, weil ab diesem Zeitpunkt ein Chor zum Üben
zusammenkam. So bleibt das Datum der Gründung unseres Chores mit unserem
Kirchweihtag im Oktober 1956 verbunden. Die
hohe Bedeutung des Chores im Gemeindeleben kann daran abgelesen werden,
dass sich in der Pfarrchronik für die Jahre 1956 und 1957 keine weiteren
Einträge über andere Gemeindekreise finden. Pfr. Obermeyer warb auch in
den kommenden Jahren um finanzielle Unterstützung – jetzt für die
Notenbeschaffung. In einem Brief an den damaligen Landesjugendpfarrer
Krusche schreibt er für den Chor werbend: „Vor einiger Zeit hat
Kirchenmusikdirektor Schlee unseren Chor besucht und sich sehr befriedigt
ausgesprochen über die Arbeit, die in ihm geleistet wird. Ich selber habe
immer wieder herzliche Freude daran. Die Jungen sind vor eine für sie
nicht ganz leichte Aufgabe gestellt. Der Chor übt jeden Samstag von 20
Uhr ab. Es besagt wohl viel, wenn die Jungen gerade an einem Samstag
regelmäßig zum Üben kommen. So bitte ich herzlich eine
Zuschussbewilligung zu erwägen.“ Die Gemeinschaft
im Chor wurde in den kommenden Jahren ausgebaut. Auch die Ausbildung der
Bläser ging voran. Eindrücklich blieben vielen Bläsern die
Landesposaunentage oder Teilnahmen an Kirchentagen. Im Jahr 1962 nahmen Heinrich
Sinterhauf und Martin Greim an einem Chorleiterlehrgang teil. Immer wieder gibt es seit der
Anfangszeit „mancherlei Wechsel durch Eintritte in die Bundeswehr und
Fortzug.“ Daher ist es um so erfreulicher,
dass immer wieder neu junge Menschen zum Blasen ermutigt wurden. Ein Chor kann
nicht ohne einen Chorleiter sein. Seit seiner Gründung waren es in Köditz
drei. In
diesem Jahr blicken wir gerade auch seinetwegen dankbar zurück |